Die wirkliche Geschichte
In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Frankreich
durch das geschickte Spiel seiner Premierminister
an die Spitze Europas gestellt. Doch zu welchem Preis.
Unruhen, Aufstände, Verschwörungen und Intrigen
prägten fortan das Bild der französischen Politik.
 
Die Drahtzieher Kardinal Richelieu und sein Nachfolger Mazarin
behaupteten ihre Machtpositionen gegen eine Flut von Widersachern.
Mit wechselndem Glück musste mal das eine mal das andere Lager
die Flucht ins Exil ergreifen oder die Schmach
eines bitteren Friedens akzeptieren.
 
Noch kurz vor seinem Tod schaffte es Mazarin noch
mit Ludwig XIV einen Herrscher mit uneingeschränkter Machtfülle
an die Spitze der "Grande Nation" zu führen.
 
Doch das Bild des französischen Hofes war
durch die Wirren und Aufstände nachhaltig geprägt.
Im Wesentlichen bestanden diese
aus Verschwörung, Täuschung, Betrug und Verrat.
Sie waren Tragödie und Farce zugleich,
denn sie hatten keinen Helden.
Der Ablauf der Ereignisse wurde selbst von den Personen,
die in sie verwickelt waren, nicht durchschaut.
 
Jedoch ging nun mit Ludwig XIV eine neue Sonne auf.
Von dem Moment an war der König das zentrale Gestirn,
die Sonne, dem alle zustrebten, um dessen Gunst alle buhlten
und dessen Launen alle unterworfen waren.







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